Akupunktur - was ist das ?

Akupunktur nach traditionell chinesischer Medizin (TCM) ist eine jahrtausende alte ganzheitliche Heilmethode, bei der durch Stimulation bestimmter unter der Haut gelegener Punkte verschiedene biochemische Prozesse im Individuum beeinflusst werden. Diese definierten Akupunkturpunkte liegen meist im Bereich von Gefäß-Nerven-Bündeln, oft an Ansatzstellen von Sehnen und Muskeln und zeichnen sich durch einen spezifisch messbaren elektrischen Hautwiderstand aus. Durch Stimulation dieser Punkte mittels Akupunkturnadeln können über Nervenenden z.B. schmerzhemmende, körpereigene Neurotransmitter aktiviert und so Schmerzempfindungen ausgeschaltet werden.

Da die TCM jedoch nicht zum Ziel hat, lediglich einzelne Symptome auszuschalten, sondern das Ungleichgewicht im energetischen Fluss des Individuums, welches meist Ursache für auftretende Krankheitssymptome ist, wieder in Einklang zu bringen, nutzt die TCM viele der über 300 klassischen Akupunkturpunkte am Groß- und Kleintier als Pforten zu den jeweils zugehörigen Organen oder Körperregionen, um ( je nach Krankheitsbild und Konstitution des Tieres ) Einfluss auf funktionelle Abläufe auch im Körperinneren zu nehmen.            

  

Traditionelle chinesische Medizin (TCM)       

Die Akupunktur bildet neben Phytotherapie, Diätetik, uva. einen Bereich der TCM und basiert auf deren Weltanschauung und Verständnis für sämtliche Abläufe in der Natur, die aus westlicher Sicht zunächst recht befremdlich erscheinen. Die TCM ist eine Erfahrungsmedizin und kennt den Begriff "Krankheit" im Sinne des westlichen Denkens nicht - sie spricht von einem Ungleichgewicht der körpereigenen Energien, welches beispielsweise durch endogene oder exogene Noxen ausgelöst wird. Diese Krankheitsfaktoren beinhalten auch Aspekte wie Emotionen (z.B. Zorn, Trauer, Angst) oder klimatische Faktoren (z.B. Hitze, Trockenheit, Wind). 

Jedes Krankheitsgeschehen wird ausserdem den 8 Leitkriterien (Yin/Yang, Innen/Aussen, Leere/Fülle, Kälte/Hitze) sowie den 5 Wandlungsphasen (Holz,Feuer,Metall,Wasser,Erde) zugeordnet. Weiter fliesst unter anderem der individuelle Zustand des Qi ("Lebenskraft"), des Jing ("geerbte Energie") und des Shen ("geistige Kraft") ebenso in die Diagnose und letztendlich in den Behandlungsplan ein wie alle Symptome, Vorlieben, Abneigungen, Verhaltensweisen und vorangegangene Krankheitsgeschehen des Tieres.  Eine Akupunkturbehandlung nach TCM behandelt stets das Individuum als Ganzes, nicht die einzelnen Symptome (welche sonst in ähnlicher Form oder als "neues" Symptom an anderer Stelle wiederkehren würden).